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+++GOÄ-Novellierung+++

Allgemeine Untersuchungen nach der Amtlichen
Gebührenordnung - Folge 4

 

Wir möchten die Anforderungen, die die Amtliche Gebührenordnung an die Abrechnung von allgemeinen Untersuchungsleistungen stellt, in Erinnerung bringen.

GOÄ-Nr. 5

 

Symptombezogene Untersuchung

Bewertung:   80 Punkte
Faktor 1,0fach 4,66 €
Schwellenwert 2,3fach 10,72 €
Faktor 3,5fach 16,32 € (mit personenbezogener Begründung)

Die Nr. 5 ist nicht berechenbar neben den Nummern 6, 7, 8, 26-29, 435, 448, 449, 600, 601, 1203, 1204, 1228, 1240, 1400, 1401, 1414.

Wir wollen Ihnen die Bedingungen der Nr. 5, der kleinsten Untersuchungsleistung, in Erinnerung rufen. Wenn die Vorgaben der Amtlichen Gebührenordnung zur Abrechnung der Nr. 6, 7 oder 8 nicht erfüllt werden, kann nur die Nr. 5 abgerechnet werden.

Gemäß der Allgemeinen Bestimmungen zu Abschnitt B I. GOÄ kann die Nr. 5 jedoch (genauso wie die Nr. 1 für die Beratung) nur einmal im Behandlungsfall neben Sonderleistungen der Abschnitte C - O (ab Nr. 200 - Ende) berechnet werden.
Wir erinnern hierzu an unsere MEDAS-Info Juli 2010, die Sie auf unsere Internet-Seite www.medas.de/Privatabrechnung/GOÄ-Infos/Allgemeine Bestimmungen zu Abschnitt B nachlesen können.

Eine Messung von Körperzuständen ist als alleinige Leistung nur im Rahmen der Nr. 2 berechenbar, wenn dies durch Mitarbeiter(innen) erfolgt. Dieser Aufwand erfüllt noch nicht den Umfang der Nr. 5, auch wenn dies durch den Arzt erbracht wird. Aber jede darüber hinausgehende Untersuchung erfüllt das Leistungserfordernis nach Nr. 5.

Dazu gehört zum Beispiel die "einfache" Inspektion der Haut, etwa im Rahmen der Behandlung einer Nagelmykose oder einer Platzwunde.

Ist die vom Arzt durchgeführte symptombezogene Untersuchung besonders aufwendiger Art dadurch, dass im Bereich mehrerer Organsysteme untersucht wird, so ist ggf. eine Abrechnung unter Überschreitung des Schwellenwertes angemessen (Deutsches Ärzte-blatt 96, Heft 36 (10.09.1999), Seite A-2242 - A-2244).
Begründung: umfangreiche symptombezogene Untersuchung im Bereich mehrerer Organsysteme.

Im Rahmen eines Hausbesuches ist die Nr. 5 nicht neben Nr. 50 berechenbar, da diese bereits in der Nr. 50 enthalten ist.

Neben den Nummern 800 (neurologische Untersuchung), 801 (psychiatrische Untersuchung sowie 715 (Prüfung der kindlichen Entwicklung bezüglich Motorik, Sprache, Verhalten) besteht kein grundsätzlicher Berechnungsausschluss. Sollte im zeitlichen Zusammenhang mit diesen Untersuchungsleistungen noch eine symptombezogene Untersuchung mit eigenständiger Indikation (z. B. wegen Erkältung) erfolgen, kann die Nr. 5 neben diesen Untersuchungsleistungen berechnet werden. Die entsprechenden Diagnosen sollten in der Rechnung angegeben werden, um Rückfragen zu vermeiden.

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