Tipps für den Praxisalltag | 08.07.2016

Pro und contra Pflanzen in der Arztpraxis

Pflanzen in der Praxis sind nicht nur dekorativ, sie können auch eine beruhigende, ja heilende Wirkung auf Patienten entfalten. Ein freundliches Ambiente unterstützt bei Mitarbeitern und Patienten gleichermaßen das Wohlbefinden. Allerdings müssen bei der Wahl der Pflanzen und des Standorts einige Dinge beachtet werden. Andernfalls kann sich das Grün in der Praxis eher kontraproduktiv als positiv auswirken.

Zunächst sollte selbstverständlich darauf geachtet werden, keine allergenen Pflanzen aufzustellen. Immergrüne Pflanzen sind daher grundsätzlich besser geeignet als Blühpflanzen.

Bei allen Topfpflanzen besteht die Gefahr, dass die Blumenerde von Bakterien und Pilzen oder Insekten befallen wird. Sporenbildende Erreger und Bakterien können im Extremfall schwere Lungenentzündungen hervorrufen, wenn sie mit einer Wunde in Berührung kommen.

Nicht völlig keimfrei, aber deutlich weniger belastet sind Hydrokulturen. Doch auch sie müssen regelmäßig auf Schimmelbefall überprüft werden.

Das A und O liegt in der richtigen Pflege der Pflanzen. Gießen, Überprüfen und Entstauben sind ein Muss, nicht nur aus hygienischer Sicht. Kranke oder vernachlässigte Pflanzen geben kein gutes Bild ab in einer Praxis, unbewusst schließt man daraus auf die Qualität der Betreuung innerhalb der Praxis.

Auch der Standort der Begrünung ist entscheidend. Während Pflanzen im Eingangsbereich oder auch im Wartezimmer ihre positive Wirkung entfalten können, sollte in Behandlungsräumen oder Laboren aus den oben genannten hygienischen Gründen gänzlich darauf verzichtet werden. Gleiches gilt übrigens für künstliche Blumen. Schnittblumen gehören aufgrund der Allergiegefahr ausschließlich in den Empfangsbereich. Nicht vergessen: Nach Wechseln des Wassers die Hände desinfizieren.


Quellen:

GOÄ-Infothek

Aktuelle Abrechnungsempfehlung der BÄK im Rahmen der COVID-19-Pandemie (Update 29.09.2020)

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GOÄ-Infothek

Verlängerung telemedizinische Durchführung der Psycho- und Verhaltenstherapie bis zum 31.12.2020 (vormals 30.09.2020)

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