GOÄ-Infothek | 08.02.2018

GOÄ – Die „kleinen“ Feinheiten der Ziffernlegenden – Folge 4

Grundlegend für das richtige Verständnis der Gebührenordnung ist auch die grammatikalische Formulierung der Ziffernlegenden.

Bei einigen Ziffernlegenden wird ganz eindeutig der Plural benutzt.


„Pluralbildung" in der Legende

Ziffer 695 - Entfernung eines oder mehrerer Polypen oder Schlingenbiopsie mittels Hochfrequenzelektroschlinge ggf. einschl. Probeexcision und/oder Probepunktion - zusätzlich zu den Nummern 682 bis 685 und 687 bis 689

Die Ziffer 695 darf, unabhängig von der Anzahl der entfernten Polypen oder auch bei mehrfachem Einsatz der Hochfrequenzschlinge, je Sitzung nur 1x abgerechnet werden. Mehrfache Polypektomien können lediglich über die Faktorsteigerung geltend gemacht werden. Auch eine fakultative Probeexcision und/oder Probepunktion ist in der Ziffer 695 mit beinhaltet.

Ziffer 2007 Entfernung von Fäden und Klammern

Auch bei der Faden- oder Klammernentfernung ist die Legende im Plural gehalten. Somit kann die Ziffer 2007 pro Wunde nur 1x abgerechnet werden, egal wie viele Fäden zu ziehen sind. Bei großen/langen Wunden oder schwer entfernbaren Fäden kann der Aufwand nur über den Steigerungsfaktor geltend gemacht werden. Sind aber mehrere unterschiedliche Wunden vorhanden, z. B. bei Z.n. Laparoskopie oder Z.n. Varizen-OP, kann die Ziffer 2007 pro Wunde abgerechnet werden. Zum besseren Verständnis sollten die verschiedenen einzelnen Wunden in der Rechnung benannt werden.


 

Denken Sie an den ambulanten Zuschlag Ziffer 442 zur Ziffer 695. Für Fragen ist Ihr persönlicher MEDAS-Ansprechpartner gerne für Sie da.

Veranstaltungen

Sommeraktion 2018

[mehr...]

Tipps für den Praxisalltag

Ihre wirtschaftliche Aufklärungspflicht als Arzt/Ärztin: Das müssen Sie dazu wissen

[mehr...]

Medas-Newsletter

Hilfreiche GOÄ-Tipps, Veranstaltungen und aktuelle Seminarangebote als Newsletter erhalten

Zur Newsletter-Anmeldung >