GOÄ Nr. 849

Zuletzt geändert am 15.01.2013

GOÄ- Nr.LeistungBemerkungenBetrag/
2,3fach/€
849Psychotherapeutische Behandlung bei psychoreaktiven, psychosomatischen oder neurotischen StörungenDauer mind. 20 Minuten. Nicht telefonisch zu erbringen. Nicht neben GOÄ-Nrn. 1, 3, 22, 30, 34, 725, 826, 804, 806, 845-847, 861-864, 870, 871.30,83

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Die GOÄ 849 ist - neben den übenden und suggestiven Verfahren nach den Nrn. 845-847 - die eigentliche Kernleistung der psychosomatischen Grundversorgung und kann von allen Ärzten mit direktem Patientenkontakt erbracht werden.

Voraussetzung für die Durchführung der Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung ist, dass der Arzt die ursächliche Beteiligung psychischer Faktoren an einem komplexen Krankheitsgeschehen feststellt oder aufgrund seiner ärztlichen Erfahrung diese als wahrscheinlich annehmen muss. Diese begrenzte Zielsetzung umfasst eine Symptombeseitigung sowie eine Einsichtsvermittlung in die pathogenen Zusammenhänge und in die Notwendigkeit einer prophylaktischen Umorientierung mit dem Ergebnis einer Symptombeseitigung oder -minderung.

Die Leistung kann nur in Einzelbehandlung durchgeführt und darf nicht mit suggestiven oder übenden Techniken in derselben Sitzung kombiniert werden.

Hinsichtlich der Beihilfevorschriften gelten abweichende Bestimmungen, die den Beihilfeanspruch deutlich eingrenzen (10 Sitzungen je Krankheitsfall, nur für Ärzte mit bestimmten Gebietsbezeichnungen: Allgemeinmedizin, auch praktischer Arzt, Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Pädaudiologie, Phoniatrie, Psychiatrie, Urologie).

Eine Akzeptanz dieser "Psycho-Ziffer" wird vom Patienten sicherlich dann möglich werden, wenn im persönlichen Gespräch dieser psychosomatische Zusammenhang deutlich aufgezeigt wurde. Es ist auch nicht erforderlich, die gesamte Leistungslegende in der Rechnung aufzuführen, ausreichend ist die Anführung einer Teil-Legende, wie z. B. verbale Intervention bei psychischer Belastung.

Damit die Leistung vom Kostenträger akzeptiert wird, ist auch eine entsprechende Diagnose in der Rechnung erforderlich. Wichtig ist hierbei aber auch, dass diese Diagnose patientenkompliant ist. Folgende Beispiele könnten dafür infrage kommen:
Insomnie, vegetative Dystonie, Klimax, Stress-Syndrom, Überlastungssyndrom, Erschöpfungssyndrom, psychovegetatives Syndrom, Konfliktberatung, Konfliktsituation, Partnerschaftsprobleme, burn-out-Syndrom, Depression, Neurastenie, Somatisierungstendenz, Unruhezustand.

Die Leistung kann bis zum 3,5-fachen Satz gesteigert werden, wenn der Zeitaufwand erheblich über den von der GOÄ geforderten 20 Minuten liegt.

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